…, dass Hunde nicht alles essen dürfen, was wir essen?

Es gibt viele für uns harmlose Lebensmittel, die für unsere Hunde lebensgefährlich sind.

Manchmal handelt es sich um dosisabhängige akute oder chronische Vergiftungen, manchmal über dosisunabhängige akut tödlich verlaufende Infektionen und zuletzt über mechanische Verletzungen.

Rohe oder nur geräucherte / getrocknete Schweine- /Wildschweinprodukte können das extrem umweltresistente (überlebt über Monate, braucht sehr hohe Temperaturen zur Vernichtung) Aujetzky Virus enthalten, dass schon bei reinem Schleimhautkontakt ( kein Fressen nötig) übertragen wird. Die auch als Pseudowut bezeichnete Infektionskrankheit hat eine Inkubationszeit von 2 – 9 Tagen und führt dann IMMER innerhalb von 2 – 3 Tagen zu einem qualvollen Tod. Da das Virus für Menschen nicht gefährlich ist, wird Schweinefleisch nicht darauf getestet. Wildscheine sind bis zu 30% Träger des Virus. Deshalb sind rohe, geräucherte und getrocknete Haus- und Wildschweinprodukte in unserem Training verboten. Selbst wenn man das Risiko für den eigenen Hund eingehen will, es fällt immer mal ein Leckerli hinunter und wird von einem anderen Hund gefressen!

Auch Grillreste sind für Hunde nicht geeignet, die Gewürze sind schlecht verträglich und Knochen können zu Verletzungen führen. Besonders Geflügelknochen können zu Verletzungen von Speiseröhre, Magen und Darm führen.

Rohes Fleisch und roher Fisch können Salmonellen oder Endoparasiten enthalten.

In Zwiebeln enthaltene Sulfide können zur Zerstörung der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) führen.

Das in Knoblauch enthaltene Allicin wirkt ähnlich.

Weintrauben und Rosinen können zu Durchfall, Erbrechen und sogar tödlichem akutem Nierenversagen führen.

Auch Nüsse sind nicht als Hundefutter geeignet. Besonders Macadamia – Nüsse können zu Steifheit und Leberschäden führen.

Vorsicht ist auch bei Obstkernen geboten, die über Cyanverbindungen zum Atemstillstand führen können.

Das in Schokolade enthaltene Theobromin verursacht Erbrechen, Durchfall und Krampfanfälle. Im schlimmsten Fall verläuft eine Vergiftung tödlich.

Avokados enthalten Persin, das den Herzmuskel schädigen kann.

Salz und starke Gewürze sind besonders für ältere, herzkranke Hunde gefährlich.

Koffein und Theophyllin (schwarzer Tee) verursachen bei Hunden Unruhe, Zittern, Herzrhythmusstörungen und Krampfanfälle und können tödliche Folgen haben.

Auch Alkohol kann schon in kleinen Mengen tödlich sein.

Xylit, ein Zuckeraustauschstoff, führt zu Leberschäden und schon in kleinen Mengen zu lebensbedrohlichem Abfall des Blutzuckerspiegels. Xylit ist häufig Bestandteil von Kaugummis oder Bonbons, ist aber auch als Birkenzucker bekannt, der zunehmend zum Backen eingesetzt wird.

Nicht wenige Hunde haben eine Lactoseintoleranz und reagieren deshalb auf Milch mit Durchfall.

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es gibt noch eine ganze Reihe anderer für den Hund schlecht verträgliche oder gefährliche Lebensmittel und Genussmittel, mal ganz abgesehen von den giftigen Pflanzen in unseren Blumentöpfen und Gärten. Vor dem Einzug eines Hundes in die eigene Familie, sollte man sich darüber informieren.