Abenteuer Pflegehund Tag 1

So, nun sind wir wieder daheim und ich werde euch ein wenig berichten. Um 8.30 h heute früh fuhr der Transporter mit den tapferen Mariechen – Fahrern und den mindestens ebenso tapferen Hunden auf das Übergabegelände. Eine freudige und erwartungsvolle Anspannung lag in der Luft. Als sich die Türen des Transporters öffneten, versuchte wohl jeder seinen Schützling zu entdecken.

Wer ist wer? Spannung und Vorfreude liegen in der Luft!

Als Briciola ausgeladen wurde, war der ganze Hund eine einzige Panik. In ihrer Angst schnappte sie um sich und versuchte aus der Situation zu entkommen. Nach ca. 20 Minuten frass sie dann ein erstes Stück Wiener Würstchen aus der Hand.

Am liebsten würde sie unter den LKW kriechen!

Der Weg zum Auto gestaltete sich beschwerlich. Dort sprang sie dann jedoch schneller als wir gucken konnten in den Beifahrerfussraum. Um die kleine Seele nicht noch weiter zu stressen, durfte sie dort ausnahmsweise auch bleiben – zunächst angespannt sitzend, dann zusammengerollt schlafend – bis wir zu Hause ankamen.

Von der Müdigkeit übermannt schläft die Maus auf der Heimfahrt.

Im Garten durfte sie sich dann frei bewegen. Sie erkundete den Garten, nahm Schnüffelkontakt mit Schlappi und Lina auf und erledigte ihre Geschäfte.

Kennenlernen im Garten

Ins Haus folgte sie uns dann wieder gerne. Wie jeder Hund erkundete sie zunächst ein wenig die Räume, entschied sich aber relativ schnell, sich zu mir aufs Bett zu gesellen.

Gemeinsam Chillen“ nennt sich auf hündisch „Kontaktliegen“!

Beim nächsten Gang in den Garten haben wir dann schon ein paar Leckerlisuchspielchen gemacht. Vor jedem fliegenden Leckerli gab es schon das Signal „Leckerli“, das ich später für den Notfallrückruf nutzen werde. Als wir wieder ins Haus gingen, folgte Briciola dem „Rudel“ schon ohne jede Aufforderung und nahm sofort wieder ihren Platz mit den anderen Hunden auf dem Bett ein! Die drei Fellnasen sind so entspannt im Umgang miteinander, dass sie schon schlafend eng beieinander liegen.

Gar nicht so schlecht hier!

Unser Fazit bisher? Ich hätte nie gedacht, dass sich das panische Bündel von heute vormittag so schnell entspannt!

Angsthund – Strategie Tag 1:

  1. Nimm dir Zeit, gib dem Hund Zeit und habe Geduld!
  2. Habe keinen festen Plan für den Tag oder irgendwelche Abläufe, sondern reagiere spontan und flexibel auf die Bedürfnisse des Hundes!
  3. Lass das „Rudel“ zur Ruhe kommen, biete die Möglichkeit zum Kontaktliegen an, ohne irgendetwas einzufordern oder den Hund ständig zu beobachten!
  4. Füttere falls möglich immer wieder ein paar Leckerlis aus der Hand!

Mal schauen, was der zweite Tag bringt!