Abenteuer Pflegehund Tag 4

Langsam kommt Bewegung in den Hund: Heute Nacht hat das ein wenig genervt, denn Briciola hat anhaltend hinter dem Kindergitter gebellt und gejault und wollte unbedingt mit ins Bett. Aber eigentlich ist das ja auch wieder cool, wenn ein „Angsthund“ mit ins Bett möchte! (Ich habe sie aber trotzdem nicht gelassen. ;-))

Bei der morgendlichen Begrüssung von Schlappi hüpfte sie dann schon fast herum, im Garten rannte sie mit den anderen beiden mit, und auch ihre Erkundungslust im Haus ist deutlich angestiegen. (Wer die Bedürfnispyramide von Maslow kennt, weiss, dass Explorationsverhalten erst ziemlich weit oben in der Pyramidenspitze seinen Platz findet, also erst gezeigt wird, wenn die Grundbedürfnisse gestillt sind.)

Kraulen geniesst Briciola jetzt sehr: Vor lauter Genuss fallen ihr die Augen zu und sie entspannt sich völlig. Bei der Lefzenmassage drückt sie die Schnauze selber gegen die streichelnde Hand.

Das Sofa hat die Kleine auch schon erorbert: Jetzt hat sie drei „Sicherheitsplätze“: Auf dem Bett, in ihrem Bettchen und auf dem Sofa. Von denen aus beobachtet sie vorzugsweise das Treiben um sie herum.

Lustig war ihre erste Begegnung mit dem Schnüffelkissen, das sie ein wenig unorthodox „bediente“: Es wurde einfach ausgeschüttelt! Anschliessend hat sie es aber vehement gegen Lina verteidigt.

Im Garten haben wir heute „Folgen“ und „Rückruf“ trainiert. Mitlerweile kommt sie schon, wenn sie sieht, das meine Hände in der Jackentasche stecken – warum wohl? 😉

Extrem schreckhaft ist sie immer noch. Sie erschrickt eigentlich ständig und vor allem, verfällt dann aber nicht in Panik, sondern fängt sich immer sofort selbst wieder. Ich denke, das ist einfach eine Frage der Gewöhnung.

Mich erstaunt immer noch, dass Briciola von Anfang an komplett stubenrein ist. Damit hätte ich niemals gerechnet!

Für ihr Sicherheitsgeschirr bekam sie eine Kennzeichnung mit Namen und Telefonnummer, für den hoffentlich nie eintretenden Fall des Verlorengehens. (Gute Erfindung, oder? Lässt sich einfach ins Geschirr einfädeln und ist aus der Distanz lesbar.)

Jetzt liegt sie schnarchend neben mir, und ich frage mich, wie ich sie noch ein bischen wach halten kann, damit sie vielleicht heute Nacht durchschläft. 🙂 Bis morgen