Völlig verrückt?

Kennt ihr das: Manchmal kann man einfach nicht anders.

Im Fall von Nina war das so. Nach Briciola haben wir festgestellt, dass wir uns nicht als Pflegestelle eignen, weil wir einfach wahnsinnig schnell eine Bindung zu einem Hund aufbauen. Im Fall von Briciola war das ein beidseitiges Problem. Bei jedem Wiedersehen merken wir, wie sehr sie uns liebt. Der „Abschied“ von ihr war so schmerzhaft (obwohl wir sie regelmässig wiedersehen), dass wir beschlossen, lieber noch einem Hund ein festes Plätzchen zu geben.

Canellas (Philines) Blick überzeugte uns. Aber die Not der kleinen Nina, die im Canile immer mehr abbaute, ging uns beiden unabhängig von einander nicht aus dem Kopf und dem Herzen. Erst war es nur ein „eigentlich müsste man, aber…“ verbunden mit der Hoffnung, dass die Maus schon bald eine Endstelle finden würde, und der Überzeugung, dass vier Hunde einfach zuviel sind. Aber irgendwie fanden wir keinen Frieden und knapp zwei Wochen vor dem Februartransport schrieben wir eine Mail an Ninas Vermittlerin: „Hat Nina schon einen Platz? Sonst würden wir ihr einen Pflegestellenplatz anbieten…“

Völlig verrückt oder? Manchmal kann man einfach nicht anders!