Kommunikation Hund-Mensch

Wenn Hunde uns etwas mitteilen möchten, nutzen sie hierfür erstmal natürlich ihre gewohnte innerartliche Kommunikation. Darum ist es so wichtig, die Hundesprache zu verstehen. Grundlegendenes Wissen über das Ausdrucksverhalten der Hunde im Bereich Freude, Angst, Stress, Beschwichtigung, Demut, Aggression, Imponieren, Spiel und Entspannung sollten für jeden Hundemenschen verpflichtend sein. Optimalerweise bildet man sich auf diesem Gebiet schon, bevor der Hund einzieht. Nur so ist ein fairer und verständnisvoller Umgang mit dem eigenen Hund möglich.

Typische Missverständnisse seitens des Mensch sind: Jeder Hund, der mit der Rute wedelt, freut sich. Der Hund, der einen Menschen anspringt, will diesen kontrollieren. Der Hund, der in die Wohnung pinkelt, will seinen Menschen ärgern. Der Hund der gähnt, ist auf jeden Fall müde. Zu diesen Missverständnissen habe ich unten drei interessante Artikel verlinkt:

Hunde haben aber durchaus auch gelernt, ihre Kommunikation an den Sozialpartner Mensch anzupassen. Ein Beispiel hierfür ist der berühmte Bettelblick, der auch noch von älteren Hunden angewendet wird. Auch durch den täglichen Umgang mit uns, lernen Hunde, wie sie Menschen ihre Bedürfnisse mitteilen können. Der Blickkontakt mit nachfolgendem Blick zum Objekt der Begierde oder das Anstupsen oder Bellen zum Erregen von Aufmerksamkeit werden vom Hund intuitiv ausprobiert und bei Erfolg perfektioniert. Auch der leere Wassernapf, der herumgeschoben wird, oder die Leine, die dem Menschen vor die Füsse gelegt wird, werden zur Kommunikation genutzt.

Haben Mensch und Hund eine innige Bindung aufgebaut, findet die Kommunikation miteinander oft über kleinste Gesten und Geräusche statt. Aussenstehende nehmen dann oft nur noch die Harmonie im Hund-Mensch-Team wahr. Bis dahin ist es aber ein langer Weg und der beginnt für den Menschen mit dem Lernen der Fremdsprache „Hündisch“ im Allgemeinen und der individuellen Ausdrucksweise ihres Hundes im Speziellen!