Alleinbleiben (Welpen ABC)

Alleinbleiben üben – Trennungsangst vermeiden!

Grundsätzliches vorweg: Ein Hund ist ein Rudeltier. Alleinbleiben ist nicht vorgesehen. Die Trennungsangst eines Hundes ist eine echte und existentielle Angst, keine Laune des Hundes oder Schikane gegenüber dem Menschen. Einen Welpen sollte man niemals komplett alleine lassen. Im späteren Leben des Hundes kann dies manchmal notwendig sein, dann bitte aber nur nach vorhergehendem Üben und niemals länger als für vier Stunden. Wer dies nicht leisten kann, sollte sich die Anschaffung eines Hundes noch einmal überlegen.

Niemals sollte man …

  • einen Welpen alleine lassen.
  • einen Welpen alleine schlafen lassen und dabei Winseln und Bellen ignorieren.
  • einen Hund ohne Training alleine lassen.
  • einen Hund bei der Rückkehr für evtl. Zerstörungen, Kot oder Urin bestrafen.
  • den Abschied zu sehr zelebrieren.

Stattdessen sollte man …

  • mit dem Welpen langsam Distanz trainieren.
  • dazu auch Decken- oder Boxentraining nutzen.
  • Decke und/oder Box als Entspannungsort konditionieren.
  • die Distanz Schlafplatz Mensch – Schlafplatz Hund langsam vergrößern.
  • die Schwierigkeit langsam steigern: den Welpen kurz bei geöffneter Tür in einem anderen Raum lassen – dann eine Türe einmal kurz schließen – dann einmal ein bischen länger geschlossen lassen – die Haustür einmal kurz hinter sich schließen und wieder öffnen – „Weggehrituale“ einüben ohne wegzugehen
  • die maximale Trennungszeit beim Welpentraining auf 5 Minuten beschränken.
  • weitere Steigerung bis auf maximal vier Stunden erst nach der Welpenzeit beginnen.
  • den Welpen im Alltag nicht immer beobachten oder beachten.
  • für ein gutes Gleichgewicht aus physischer und kognitiver Auslastung und Entspannung sorgen.
  • Alleinebleiben immer als für den Hund „nicht natürlich“ einstufen.

Prophylaxe ist besser als Therapie!