Über Freiheit…

Immer öfter hört man nun, der Staat wolle uns durch die Ausgangsbeschränkungen unsere Freiheit nehmen. Und seine Freiheit lasse man sich nicht nehmen!

Jede Mutter nimmt ihr Kleinkind an die Hand, wenn sie an einer vielbefahrenen Straße entlanggeht. Sie nimmt dem Kind dadurch seine Freiheit, zu seinem Schutz und zum Schutz aller anderen Verkehrsteilnehmer.

Jeder Vater wird seinem Kleinkind das Feuerzeug wegnehmen, wenn es beginnt, in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses zu zündeln. Er nimmt dem Kind damit seine Freiheit, zu seinem Schutz und zum Schutz aller anderen Bewohner des Hauses.

20 jahre später braucht das Kind keine Hand mehr, die es an der Straße hält, und keine Hand mehr, die ihm das Feuerzeug wegnimmt. Hoffentlich! Hoffentlich ist es klug genug geworden, zu erkennen, wodurch es sich selber und andere gefährdet, und verantwortungsvoll genug, auf solche Handlungen auch zu verzichten.

Tatsächlich brauchen kluge und verantwortungsvolle Menschen keine Freiheitsbeschränkung. Sie hatten bereits zuvor entschieden, alles zu unterlassen, was andere gefährden könnte. Abstandhalten und Verzichten bestimmten schon Wochen vor dem Erlass ihren Alltag.

Aber Menschen, die weder klug noch verantwortungsvoll sind, die müssen zum Schutz der anderen in ihrer Freiheit beschränkt werden – wie ein Kind!

Und natürlich sind es jetzt auch diese Menschen, die wie egoistische und rücksichtslose Kinder jedes Schlupfloch ausnutzen und bockig ihre Freiheit einfordern – mit der sie gar nicht in der Lage sind umzugehen.

Traurig aber wahr: In unsere Gesellschaft mangelt es an Menschen, die klug genug sind, Notwendiges selbstständig zu erkennen, und die verantwortungsvoll genug sind, für andere zu verzichten – aus ihrer eigenen freien Entscheidung heraus!