Abgabealter (Welpen ABC)

Eine Trennung des Welpen von der Mutterhündin und den Geschwistern ist laut Tierschutzhundeverordnung erst in einem Alter von über acht Wochen erlaubt. Ein Angebot von jüngeren Welpen ist in jedem Fall unseriös.

Zwischen der dritten und der fünften Lebenswoche eines Hundes ist das Gleichgewicht des vegetativen Nervensystems zugunsten des Parasympathikus verschoben. Alle neuen Reize werden in dieser Zeit entspannt wahrgenommen und als nicht bedrohlich eingeordnet. In dieser Zeit entsteht die Geborgenheitsgarnitur eines Hundes. Diese Zeit verbringt ein Welpe in Deutschland auf jeden Fall beim Züchter. Es liegt in dessen Verantwortung, dem Welpen die entsprechenden Reize anzubieten.

Eine Abgabe nach der neunten Lebenswoche bringt keine Vorteile. Der Welpe beginnt dann schon zunehmend, sich an Hunde und Menschen beim Züchter zu binden. Nach der 12. Wochen ist die sensible Phase für Habituation und Sozialisation weitgehend abgeschlossen. Eine Abgabe in diesem Alter ist also eher ungünstig, da der Hund die neuen Reize, mit denen er nach dem Halterwechsel zwangsläufig konfrontiert wird, eher als bedrohlich einordnen wird.