Symptomkontrolle und Ursachenbekämpfung

„Wir therapieren keine Laborwerte!“ Wie oft habe ich diesen Satz im Studium gehört. Wir therapieren keine Laborwerte, weil wir keine Symptome therapieren. Klar, manchmal muss man Symptome kontrollieren: Einen stark erhöhten Kaliumwert z.B. sollte man sehr zeitnah senken. Aber dann interessiert uns die Ursache, die hinter den Symptomen steht.

Diese Philosophie habe ich mit ins Hundetraining genommen.

Symptomkontrolle…

findet zuerst statt, damit alles nicht noch schlimmer wird! Kommt ein Mensch mit seinem unsicheren und leinenaggressiven Hund in mein Training, sprechen wir erst über Managementmaßnahmen und Gegen- und Umkonditionierung um Teufelskreise zu durchbrechen, damit ein Verhalten nicht durch Erfolg mehr und mehr gefestigt und gelernt wird. Vielleicht sprechen wir sogar über Schutzmaßnahmen, um Schaden zu verhindern.

Ursachenbekämpfung…

aber ist die langfristige Lösung, die nicht nur zu einem funktionierenden sondern zu einem GLÜCKLICHEN Hund führen soll. Käme es mir nur auf das Funktionieren an, würde ich über Strafe und Meideverhalten arbeiten. Das würde sicher und schnell zum „Erfolg“ führen, der Kunde wäre dankbar und der Hund… unglücklich! Nein, ich möchte mit meinen HundeMenschen an der Ursache arbeiten. Ich bin überzeugt, dass selbstbewusste, glückliche Hunde, die sich in ihrer Familie wohl und sicher fühlen, es nicht mehr nötig haben, aggressiv zu sein. Deshalb fängt mein Training manchmal ganz anders an, als es meine Kunden erwarten. Und deshalb wundert und freut sich so mancher über positive Veränderungen im Verhalten seines Hundes, die er doch gar nicht trainiert hatte.

Echte Veränderung kommt von innen – beim Hund wie beim Menschen!

In diesem Sinne: Herzlich Willkommen bei Pürzelchen – Training für GLÜCKLICHE HundeMenschen!