Vercklickert?

Beim Thema „Clicker“ gibt es wahre Glaubenskriege bezüglich der richtigen Anwendung:

  1. Verwende ich den Clicker nur zum freien Formen von Verhalten oder auch zur Bestätigung von spontan gezeigtem Verhalten oder beim Distanztraining mit Signalwort?
  2. Beendet der Clicker eine Übung oder bedeutet der Clik „Keep on going“?
  3. Löst der Clicker eine Position auf oder arbeite ich mit „Click for action, feed for position“?
  4. Arbeite ich mit Click und Doppelclick?
  5. Folgt dauerhaft jedem Click ein Leckerli oder nicht?

Sicherlich sind alle diese Fragen von Bedeutung und jeder Hundeführer sollte sie für sich selber vor dem Beginn des Clickertrainings klären. Wer schon bei mir geclickert hat, kennt mein Vorgehen und auch meine Begründungen dafür. Auf die letzte Frage möchte ich hier allerdings ein wenig genauer eingehen, weil mich eine neue Studie hierzu zum Nachdenken gebracht hat.

Während der klassischen Konditionierung des Clickers folgt natürlich nach jedem Click ein Leckerli und auch Clickeranfängern empfehle ich bei der Anwendung des Clickers, dieses Prinzip fortzuführen. Allerdings wurde bisher von namhaften Hundetrainern gelehrt, dass es langfristig besser sei, nicht mehr nach jedem Click eine Belohnung folgen zu lasssen. Der Dopaminspiegel steigt ja bereits während des Erwartens der Belohnung. Eine aubleibende Belohnung soll den Dopaminspiegel somit noch weiter ansteigen lassen und dadurch den Lernerfolg verstärken und nachhaltiger werden lassen. Ganz klar war dabei immer, dass mindestens auf 50% der Clicks eine Belohnung folgen muss und dass die Frustrationstoleranz und Motivation des individuellen Hundes zu berückichtigen ist.

Eine neue Studie kommt nun zu dem Schluss, dass es dauerhaft besser sei, auf jeden Click eine Belohnung folgen zu lassen. Genaueres könnt ihr unter dem folgenden Link nachlesen: https://www.vetmeduni.ac.at/de/infoservice/presseinformationen/presseinformationen-2020/das-richtige-clickertraining-macht-bei-hunden-einen-klaren-unterschied/