Sportart: Agility

Agility ist tatsächlich meine Lieblingshundesportart. Das mag daran liegen, dass man dort diese perfekte Harmonie zwischen Mensch und Hund am intensivsten spürt. Wenn man durch den Parcour läuft, wird man eins mit seinem Hund. Es ist besonders im Wettkampf ein gemeinsames Flow-Erlebnis.

Die Herausforderung in dieser Sportart besteht darin, einen immer neuen Parcour, den man sich zuvor 5-10 Minuten ohne seinen Hund anschauen durfte, anschliessend gemeinsam mit seinem felligen Partner fehlerfrei und möglichst schnell zu durchlaufen.

Während der Besichtigung muss sich der Hundeführer die Reihenfolge der Hindernisse (häufig ca. 21) und die Richtung, in der diese genommen werden müssen, den eigenen Laufweg, die geplante Führtechnik und den Laufweg des Hundes merken. Ausserdem sollte er immer die Perspektive des Hundes und mögliche Verleitungen für diesen beachten.

Der Hund muss dann während des Laufes in extremer Geschwindigkeit feinste körpersprachliche und verbale Signale des Menschen verstehen und umsetzen. Dabei erhält er regelmässig gleichzeitig die Anweisung für die nächste und übernächste Handlung und muss diese dann in der richtigen Reihenfolge abarbeiten. Ich staune immer wieder über die Genialität unserer Hunde!

Folgende Hindernisse kommen im Parcour vor:

  • Hürden
  • Weitsprung
  • Reifen
  • Tunnel
  • Sacktunnel
  • Slalom
  • A-Wand
  • Steg
  • Wippe

Startvoraussetzung für Tuniere ist im Agility immer noch die Begleithundeprüfung und ein Mindestalter des Hundes von 18 Monaten.

Gestartet wird in vier Leistungsklassen. (Seit 2018 gibt es eine Klasse A 0 ohne Slalom und Wippe.) Bayerische und Deutsche Meisterschaften werden nur in der höchsten Klasse A 3 ausgetragen.